Projekte im SoSe 2016

Themenfeld der Veranstaltung:

"ENTREPRENEURSHIP, INNOVATION UND NACHFOLGE"



Hier finden Sie die aktuellen Projekte für das Sommersemester 2016. Sie können sich ab sofort bewerben!


Projekt 1

Geothermiezentrum Bochum: "Betriebswirtschaftliche Strukturierung der Forschungsinfrastruktur des Geothermiezentrum Bochum"


Projektbeschreibung und Ziele:

Das Internationale Geothermiezentrum an der Hochschule Bochum ist eine Verbundforschungseinrichtung für nahezu alle Fragestellungen der Erdwärmenutzung. In den vergangenen Jahren wurde in Bochum eine umfangreicher F&E-Infrastruktur aufgebaut. Träger und Eigentümer der Infrastruktur ist die Hochschule Bochum, die bisher auch nahezu ausschließlicher Nutzer im Rahmen von Promotionen oder F+E Projekten ist.
Ziel ist es nun diese Forschungsinfrastruktur anderen, externen Nutzern entgeltlich und/oder unentgeldlich zu öffnen – Die Überführung der Forschungsinfrastruktur in (betriebs-)wirtschaftliche Strukturen. Einerseits soll so die Auslastung der Anlagen verbessert werden(um mehr Forschungsprojekte an und mit den Anlagen zu ermöglichen); andererseits soll aber auch die Generierung von Einnahmen zur Deckung der Betriebs- und Instandhaltungskosten für die Hochschule erfolgen.
Bei den Einrichtungen handelt es sich um hochwertige Anlagen mit einem großen Alleinstellungsmerkmal, deren Anwendung dadurch naturgemäß nur einen begrenzten Personenkreis anspricht. (z.B. ein eigenes Bohrgerät nebst komplexer Pumpentechnologie, eigenes Bohrfeld, Bohrlochdemonstrator, CT-Anlage die mit Druck und Temperatur beaufschlagt werden kann, …)
Innerhalb des Projektes sollen

a) Die vorhandenen Anlagen unter betriebswirtschaftlichen Aspekten erfasst und beschrieben werden (Anschaffungskosten, Abschreibungen, Nutzungsdauer, Wartungs- und Betriebskosten), um Marktpreise für die Überlassung an externe Nutzer zu erhalten.

b) Ein internationales Vermarktungskonzept zur Akquise von externen Nutzern erarbeitet werden (Ziel-gruppendefinition, Vermarktungswege & -instrumente, Abläufe)

• Eine abschließende Vorstellung der Projektergebnisse (Vortrag / Präsentation) am Geothermiezentrum ist wünschenswert.
• Die gesamten Projektergebnisse / Projektpräsentationen sollen in englischer Sprache erfolgen.
• Technische Vorkenntnisse – z.B. im Bereich der Geothermie – sind nicht zwingend notwendig.
• Eine Betreuung der Projektgruppe – inhaltlich und ggf. organisatorisch - wird durchgehend gewährleistet.
• Ein (Gruppen-)Arbeitsplatz kann für die Dauer der Projektlaufzeit zur Verfügung gestellt werden.

Studienschwerpunkte/Fachkenntnisse:
Marktorientierte Unternehmensführung, Marketing Management, Controlling


Softwarekenntnisse/Sprachkenntnisse:
Sehr gute Englischkenntnisse, MS-Office Anwendungen


Sonstiges:
Interesse an Technik und erneuerbaren Energien


Projekt 2

PHYSEC: „Ökonomische Chancen und Risiken der industriellen Digitalisierung (Industrie 4.0)“


Projektbeschreibung und Ziele:

PHYSEC ist das jüngste Start-up des an der RUB ansässigen Horst Görtz-Instituts für IT-Sicherheit und wird durch den Exist-Forschungstransfer des Bundesministeriums für Wirtschaft gefördert. Unser Ziel ist es, eine von uns erforschte innovative Verschlüsselungstechnologie für drahtlose Kommunikationskanäle in den wachstumsstarken Markt des sogenannten „Internet of Things“ bzw. „Industrie 4.0“ zu bringen.
Ziel des Projektpraktikums ist es, die Chancen und Risiken der zunehmenden industriellen Digitalisierung aufzuarbeiten und derart einen Überblick über die folgenden Unterthemen zu ermöglichen:
• Welche Wertpotentiale können mit der industriellen Digitalisierung realisiert werden?
• Welche Akzeptanzhürden sind bei der Digitalisierung zu überwinden?
• Welche Anforderungen an die Datensicherheit und den Datenschutz sind zu berücksichtigen?
• Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf das (B2B-) Marketing?
Das Projekt bietet eine sehr gute Möglichkeit sich mit den Zukunftsthemen Digitalisierung und Industrie 4.0 zu beschäftigen. Unser Team ist an der RUB ansässig und wird die Arbeit aktiv unterstützen. Einstiegsliteratur (Aufsätze, Studien…) wird bereitgestellt. Eine Präsentation zum Abschluss vor unserem Team (ca. 12 Personen) ist wünschenswert.

Studienschwerpunkte/Fachkenntnisse:
Controlling, Marketing, Wirtschaftsinformatik,VWL

Softwarekenntnisse, Sprachkenntnisse:
MS Office, Englisch

Sonstiges
Interesse an IT, Digitalisierung, Innovation




Projekt 3

Smartchecker: "Mobilfunkanbieterstudie 2015/16 (deutscher Markt)"


Projektbeschreibung und Ziele:

Neben der steigenden Anzahl von Smartphone-Nutzern und der stetigen Entwicklung neuer mobiler Geräte nimmt auch die Zahl der Mobilfunkanbieter und -tarife zu. Dabei unterscheiden sich die einzelnen Anbieter neben verschiedenen Tarifstrukturen und -preisen auch über unterschiedliche Netz- und Servicequalitäten. Für den einzelnen Kunden ist es schwierig, bei der Vielzahl bestehender Angebote eine eigene umfassende Bewertung vorzunehmen.

Aus diesem Grund untersucht SmartChecker im Rahmen der jährlichen Mobilfunkanbieterstudie alle relevanten Anbieter. Die Studie setzt sich aus zwei Teilen zusammen:

1. Untersuchung der Netzqualität: Hier greift SmartChecker im Wesentlichen auf die Ergebnisse des Netz-Tests der Fachzeitschrift „connect“ zurück.
2. Untersuchung der Servicequalität: Die Bewertung der Servicequalität erfolgt stets in Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Studierenden. Die Studierenden führen u.a. verdeckte Anrufe („Mystery Calls“) sowie verdeckte Chatanfragen („Mystery Chats“) bei den untersuchten Mobilfunkanbietern durch. Auch die Webseiten der Anbieter werden untersucht.

Darüber hinaus ist die Durchführung einer Online-Umfrage Teil der Untersuchung, welche als Grundlage für die Gewichtung der einzelnen Untersuchungsparameter (in den Bereichen Netzqualität und Servicequalität) dient.

Studienschwerpunkte/Fachkenntnisse:
Idealerweise erste Erfahrungen in der Durchführung und Auswertung von Marktforschungen; Bachelorstudierende im fortgeschrittenem Semester

Softwarekenntnisse/Sprachkenntnisse:
Sicherer Umgang mit MS-Office (insbesondere Excel)


Projekt 4

Smartchecker: "Mobilfunkanbieterstudie 2015/16 (österreichischer Markt)"

Projektbeschreibung und Ziele:
Neben der steigenden Anzahl von Smartphone-Nutzern und der stetigen Entwicklung neuer mobiler Geräte nimmt auch
die Zahl der Mobilfunkanbieter und -tarife zu. Dabei unterscheiden sich die einzelnen Anbieter neben verschiedenen
Tarifstrukturen und -preisen auch über unterschiedliche Netz- und Servicequalitäten. Für den einzelnen Kunden ist es
schwierig, bei der Vielzahl bestehender Angebote eine eigene umfassende Bewertung vorzunehmen.
Aus diesem Grund untersucht SmartChecker im Rahmen der jährlichen Mobilfunkanbieterstudie alle relevanten
Anbieter. Neben der Studie für den deutschen Mobilfunkmarkt planen wir im kommenden Jahr erstmalig auch eine
Studie für den österreichischen Markt durchzuführen. Die Studie setzt sich (analog zu der deutschen Studie) aus zwei
Teilen zusammen:
1. Untersuchung der Netzqualität: Hier greift SmartChecker im Wesentlichen auf die Ergebnisse des Netz-Tests der
Fachzeitschrift „connect“ zurück.
2. Untersuchung der Servicequalität: Die Bewertung der Servicequalität erfolgt stets in Zusammenarbeit mit einer
Gruppe von Studierenden. Die Studierenden führen u.a. verdeckte Anrufe („Mystery Calls“) sowie verdeckte
Chatanfragen („Mystery Chats“) bei den untersuchten Mobilfunkanbietern durch. Auch die Webseiten der
Anbieter werden untersucht.
Darüber hinaus ist die Durchführung einer Online-Umfrage Teil der Untersuchung, welche als Grundlage für die
Gewichtung der einzelnen Untersuchungsparameter (in den Bereichen Netzqualität und Servicequalität) dient und das
allgemeine Smartphone-Nutzungsverhalten untersucht.

Studienschwerpunkte/Fachkenntnisse:
Idealerweise erste Erfahrungen in der Durchführung und Auswertung von Marktforschungen; Bachelorstudierende im fortgeschrittenem Semester

Softwarekenntnisse/Sprachkenntnisse:
Sicherer Umgang mit MS-Office (insbesondere Excel)


Projekt 5

ELFI: "Ausweitung der Datengrundlage und strategische Aspekte zur Neukundengewinnung in neuen Märkten"

Projektbeschreibung und Ziele:
ELFI ist die Servicestelle für ELektronische ForschungsförderInformationen im deutschsprachigen Raum. Es sollen integrierte Markt- bzw. Marketingstudien anhand jeweils eines Beispiellandes durchgeführt werden, in der die Forschungsförderlandschaft des Beispiellandes umfassend beschrieben und analysiert werden soll. Hierbei kann von intramuralen Fördermaßnahmen abgesehen werden.
Ein zweites Ziel besteht in der Erfassung und Beschreibung bestehender Angebote für das Beispielland, die mit dem ELFI-Angebot in irgendeiner Weise vergleichbar sind.
In einem dritten Schritt soll abgeschätzt werden, ob und mit welchen Maßnahmen eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit auf das Gebiet des Beispiellandes wirtschaftlich wäre.
Unterschiedliche Arbeitsgruppen können unterschiedliche Beispielländer bearbeiten.

Projekt 6

Gebr. Eickhoff Maschinenfabrik u. Eisengießerei GmbH: "Erfolgsmessung und Umsetzungsfortschritt von Verbesserungspotenzialen einer SWOT-Analyse. Erarbeitung eines Reevaluierungsprozesses“

Projektbeschreibung und Ziele:
In 2014/15 wurden im Rahmen einer umfangreichen SWOT-Analyse diejenigen Themen des Bereichs „W-Weakness“ identifiziert, welche aus der Perspektive der ausländischen Tochterunternehmen der Eickhoff-Gruppe die größten Schwächen in der globalen unternehmensweiten Geschäftstätigkeit darstellen und die damit große Verbesserungspotenziale bieten.
Die Themen wurden von den Beteiligten hinsichtlich ihrer Wichtigkeit bewertet.

Ausgangsbasis des Projekts ist somit eine die „nach gefühlter Brisanz priorisierte Beschwerdeliste“. Im Rahmen des Projekts sollen nun folgende Schritte erfolgen:
- Erarbeitung von Kriterien zur Messbarkeit einer Verbesserung
- Erfassung des Bearbeitungsstatus des Themas und ggf. bisher geleisteter Verbesserungsmaßnahmen
- Reevaluierung (Statuserhebung und Neubewertung) der Themen bei den beteiligten Tochterunternehmen zur Messung der tatsächlichen oder wahrgenommenen Wirksamkeit der Verbesserungsmaßnahmen
- Erfassung ggf. neu hinzugekommener „W’s“
- Entwicklung eines Prozesses zur zukünftigen jährlichen Reevaluierung

Das Projekt bietet einen Direkteinstieg in die tagesgeschäftsbegleitende Projektarbeit an neuralgischen Themen eines international tätigen Unternehmens – dies in Zusammenarbeit mit Abteilungen und Gesellschaften in Bochum sowie im Ausland. Das Projekt wird von der Stabsabteilung Unternehmensentwicklung sowie vom Betriebs-Controlling betreut.

Softwarekenntnisse/Sprachkenntnisse:
Office, Englischkenntnisse (erforderlich), weitere Sprachkenntnisse wie Chinesisch oder Russisch (wünschenswert, aber keine Teilnahmevoraussetzung)

Sonstiges:
Kommunikationsstärke international erwünscht, Verschwiegenheitserklärung


Projekt 7

Steuerberatung Gerhard Müller: „Entwicklung eines Businessplan-Tools zur Erstellung von einer Liquiditäts-und Rentabilitätsvorschau im Rahmen eines Gesamt-Businessplans“

Projektbeschreibung und Ziele:
Erstellen Sie ein Tool zur automatisierten Erstellung von Businessplänen hinsichtlich der Liquiditäts- und Rentabilitätsvorausschau für die nächsten drei Jahre unter Berücksichtigung der für das zu gründende Unternehmen relevanten Steuer- und Abgabenlast mit deren einzelnen Berechnungen.

Studienschwerpunkte/Fachkenntnisse:
Kenntnisse im Bereich der Steuerlehre zur Berechnung der Einkommens-, Körperschaft- sowie der Gewerbesteuer, Produktionswirtschaft, Personal (HR) und Organisation

Softwarekenntnisse/Sprachkenntnisse:
Kenntnisse in Excel, sowie der Mathematik, die soweit tiefgreifend sind, um mathematische Berechnungen hinterlegen zu können.


Projekt 8

Analyse Asia: „Entwicklung eines Vertriebs-/Marketing-Konzepts für ein Marktforschungssystem unter Berücksichtigung der Voraussetzungen eines Startups“

Projektbeschreibung und Ziele:

Idee: Zwecks Vermarktung und Vertriebs unseres unternehmenseigenen Online-Marktumfragesystems „OMUS“ soll eine Marketing-/Vertriebsstrategie entwickelt werden. Ziel ist es neue Kunden zu akquirieren. Die Herausforderung besteht hierin, dass es sich bei analyse asia um ein Startup handelt, welches kein großes Marketingbudget, eine niedrige Reputation in der Branche und einen kleinen Bekanntheitsgrad besitzt.

Phase 1: Die Gruppe entwickelt eine Strategie, welche auf deutsche Unternehmen mit Aktivitäten in der VR China zugeschnitten ist. (Unternehmen müssen Potential für eine mögliche Nutzung des OMUS aufweisen)

Phase 2: Nachdem die Strategie für deutsche Unternehmen entwickelt wurde, soll der Fokus auf chinesische Unternehmen gerichtet werden. (Nutzung des OMUS für ihren Heimatmarkt)

Ziel: Ziel ist die aktive Anwendung des neuen Konzepts zur Kundenakquise.

Studienschwerpunkte/Fachkenntnisse:
- BWL: Finanzierung und Investition, Rechnungswesen, Marketing, Vertrieb, Prozessanalyse und Optimierung
- VWL: Marktfeldanalyse, Wettbewerbsanalyse, Kooperation
- Alternativ: Asienwissenschaft, Psychologie

Softwarekenntnisse/Sprachkenntnisse:
Deutsch, Englisch, Chinesisch (für Phase 2 von Vorteil, aber nicht zwingend), MS-Office, Photoshop und Publisher (von Vorteil)

Projekt 9

Wirtschaftsförderung Bochum WiFö GmbH: "Akteure des Gründungsnetzwerks im Mittleren Ruhrgebiet"

Projektbeschreibung und Ziele:


Regional Governance beschreibt einen Steuerungsansatz für komplexe, sich selbst organisierende Netzwerke unter politischer Führung. Im Kern beruht dieser Ansatz auf der interessengesteuerten Kooperation von einzelnen Akteuren. Regional Governance ist das Ergebnis der veränderten Rolle des Staates und steht für netzwerkartige, schwach institutionalisierte Steuerungsformen, in denen staatliche, wirtschaftliche und zivilgesellschaftliche Akteure zusammenwirken.

Ziel des Projektes ist es die Akteure rund um die Unternehmensgründung aus dem Mittleren Ruhrgebiet zu benennen, deren Rolle herauszuarbeiten und den Kundennutzen herauszukristallisieren. Dazu sollen Interviews mit den verschiedenen Akteuren geführt werden, um am Ende ein Organigramm mit Verschriftlichung zu präsentieren.

Studienschwerpunkte/Fachkenntnisse:
Bachelorstudierende (M&E) im fortgeschrittenen Fachsemester

Sonstiges:
Kommunikationsbereitschaft


Projekt 10

WORLDFACTORY: "Studentische Gründungsberatung - Entwicklung eines studentischen Beratungsunternehmens für Start-ups"

Projektbeschreibung und Ziele:

WORLDFACTORY ist das Transfer- und Gründerprojekt, das unter Federführung der Ruhr-Universität Bochum (RUB) im Verbund mit regionalen Partnern aus Wissenschaft und Praxis (z.B. dem Netzwerk UniverCity Bochum)
konzipiert wurde und sich aktuell in der Umsetzungsplanung befindet.
Pilotprojekte in den Bereichen Studium, Lehre, Forschung, Transfer und Gründungsunterstützung starten ab dem SoSe 2016.

WORLDFACTORY zielt auf die nachhaltige Entwicklung der vorhandenen Wirtschaft, von Gründungsaktivitäten und Unternehmensansiedlungen, indem es den innovationsgeleiteten Neuaufbau und die Strukturierung des Technologie- und Wissenstransfers sowie den Ausbau von Gründungsförderung im Hochschulbereich – vom Entrepreneurship in Studium und Lehre bis zur systematischen Unterstützung von Gründungsvorhaben – befördert. Zu diesem Zweck bringt WORLDFACTORY unternehmerisch interessierte Talente aus dem akademischen Geschehen über lösungsorientierte Ideen mit anwendungsorientierten Akteuren aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. Kern der WORLDFACTORY-Aktivitäten ist die projektorientierte Entwicklung innovativer Produkte, Prozesse und Infrastruktur im Verbund aus Wissenschaft und Wirtschaft.

Die Wirkungsbereiche der WORLDFACTORY bauen sukzessive aufeinander auf:
1. praxisorientierte und unternehmerische Perspektiven und Projekte im Fachstudium
2. gezielte Weiterentwicklung der Kontakte zwischen Lehrstühlen und innovativen Unternehmen
3. systematische Förderung von Gründungsaktivitäten aus der Hochschule
Studierende und Promovierende aller Fachrichtungen werden frühzeitig und systematisch an das Feld des Wissens- und Forschungstransfers herangeführt: Sie erlernen und erfahren frühzeitig, d.h. bereits im Studium, unternehmerisches und gesellschaftlich verantwortliches Handeln. In Teams realisieren sie konkrete Projekte mit starkem Praxisbezug und durchleben dabei auch Faktoren des Erfolgs und Misserfolgs – angeleitet von Lehrenden und in Kooperation mit Unternehmen, die reale Fragestellungen einbringen. WORLDFACTORY-Praxislehrprojekte sollen als kreditierte Studienleistungen integraler Bestandteil der Studiengänge werden.

Das Projektpraktikum versteht sich als eines der Pilotprojekte der WORLDFACTORY und als Prototyp für die Etablierung studentischer Projekte/Initiativen/Unternehmen entlang der Funktionsbereiche eines international operierenden Unternehmens. Innerhalb der WORLDFACTORY generieren diese studentischen Einheiten – als Teil des dauerhaften organisatorischen und (infra-)strukturellen Rahmens – niedrigschwellige Services für andere Praxis-, Verbund- und Gründerprojekte in Studium, Lehre, Forschung, Transfer und Gründungsförderung, die Fachwissen mit Anwendungsorientierung und Praxiserfahrung verknüpfen. Auf diese Weise profitieren Anbieter und Nutzer solcher Services gleichermaßen und treten projekt- und praxisbezogenen in einen lösungsorientierten, fachübergreifenden Austausch.

Ähnliche Modelle auf Dauer angelegter studentischer Praxisaktivitäten (z.B. Studentische Unternehmensberatungen, studentische Radiosender, studentische Flüchtlingshilfe) können hierbei übertragbare Hinweise liefern.



Innerhalb des Projektpraktikums sollen folgende Fragen beantwortet werden:

Phase 1:
- Welche studentischen Unternehmen oder dauerhaften Praxisprojekte existieren an der RUB/im akademischen Umfeld? Welche organisatorisch-strukturellen Aspekte und welche Erfolgsfaktoren lassen sich sinnvoll auf das hiesige Projekt übertragen?

Phase 2: Modellierung anhand eines studentischen Beratungsunternehmens- in Form eines e.V. - für Gründungsinteressierte aus dem akademischen Bereich
- Wie kann innerhalb der WORLDFACTORY eine studentische Einheit zur Beratung von Studierenden, Wissenschaftler/inne/n und Gründungsinteressierten zu ökonomischen Fragestellungen im Bereich Gründung aufgebaut sein?
- Welche Leistungen/Services können von einer solchen studentischen Einheit in ökonomischen Fragen angeboten werden, welche sollten durch andere Stellen erbracht werden?
- Welche Kooperationspartner sollten für die Realisierung einer solchen studentischen Einheit eingebunden werden und welcher Form?
- Wie können studentischer Projektcharakter und langfristiges Angebot innerhalb der WORLDFACTORY strukturell und organisatorisch harmonisiert werden?
- Worin liegt der Nutzen für die Studierenden, die die ökonomischen Services anbieten?
- Welche Empfehlungen können für die Entwicklung studentischer Einheiten in anderen Bereichen/Fächern abgeleitet werden?

Das Projekt schließt mit einer Präsentation der Projektergebnisse vor Projektverantwortlichen der WORLDFACTORY und Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft.

Studienschwerpunkte/Fachkenntnisse:
Produktionswirtschaft, HRM, Arbeitsmanagement, Betriebswirtschaftliche Steuerlehre, Finanzierung und Kreditwirtschaft, Controlling, Marketing, Vertrieb, Unternehmensforschung und Rechnungswesen, Informations- und Technikmanagement, Empirische Wirtschaftsforschung, Recht der Wirtschaft

Softwarekenntnisse, Sprachkenntnisse:
Office

Sonstiges:
Interesse an Transfer-, Forschungs- und Gründungsfragen, unternehmerisches Denken und Handeln


Projekt 11

Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung (RWI): "Sagt die Zitierhäufigkeit etwas über die Qualität von Patenten aus?"

Projektbeschreibung und Ziele:

Innovationen sind in ökonomischen Modellen eine wichtige Triebkraft des Wirtschaftswachstums. Aber wie groß ist ihre Bedeutung empirisch? Um diese Frage zu klären, müßte man den Output des Innovationsprozesses quantitativ erfassen können. Dies wird oft mit der Zahl der Patente versucht, die in einer Volkswirtschaft pro Jahr angemeldet werden. Dies ist ein sehr grobes Maß, da der Innovationsgehalt eines Patentes sehr unterschiedlich sein kann. Um diese Unterschiede zu erfassen, wird inzwischen erfasst, wie oft ein Patent zitiert wird. Die These ist, je häufiger ein Patent zitiert wird, desto innovativer ist es. Im Rahmen dieses Projektes soll der Plausibilität dieser These nachgegangen werden. Dazu soll eine Datenbank zu „Patent Citations“ in den USA genauer betrachtet und der Informationsgehalt beispielhaft dargestellt werden.


Studienschwerpunkte/Fachkenntnisse:
Grundkenntnisse der ökonomischen Theorie und der Statistik

Softwarekenntnisse, Sprachkenntnisse:
Excel, Englisch



Projekt 12

Lernfabrik des Lehrstuhls für Produktionssysteme; Fakultät für Maschinenbau
"Aufnahme der Kostenstruktur und anschließende Preiskalkulation für das Produkt „UniLokk“


Projektbeschreibung und Ziele:
In der Lernfabrik des Lehrstuhls für Produktionssysteme werden reale Produkte in einem heterogenen Maschinenpark gefertigt. Eines dieser Produkte ist der UniLokk-Flaschenverschluss. Dieser Flaschenverschluss wird in der Lernfabrik produziert, montiert und versandfertig verpackt.
Im Rahmen des Projekts soll die Kostenstruktur für die Herstellung des Flaschenverschlusses aufgenommen werden. Dazu müssen der Herstellungsprozess analysiert und die relevanten Kosten identifiziert werden. Die dafür notwendigen Informationen müssen erfasst und gesammelt werden. Dabei stehen die Mitarbeiter der Lernfabrik als Ansprechpartner zur Verfügung. Es sollen alle relevanten Kosten berücksichtigt werden.
Auf Grundlage der ermittelten Kostenstruktur soll anschließend eine Preiskalkulation durchgeführt werden. Hierbei sollen auch Preise von Konkurrenzprodukten ermittelt und im Rahmen der Kalkulation berücksichtigt werden.

Studienschwerpunkte/Fachkenntnisse:
Kostenanalyse, Preiskalkulation, Marktanalyse

Softwarekenntnisse, Sprachkenntnisse:
MS Office, Deutsch oder alternativ Englisch

Projekt 13

Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung (RWI)
"Untersuchung der Bedeutung der "Third Mission" von Hochschulen für die regionale Wirtschaft in Deutschland"


Projektbeschreibung und Ziele:
Die traditionellen Aufgaben von Hochschulen sind Forschung und Lehre. In immer stärkeren Ausmaß wird von den Hochschulen aber auch gefordert, den Wissenstransfer in die lokale Wirtschaft zu unterstützen und damit die Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftsentwicklung anzureizen. Aufgabe des Projekts ist es, zu untersuchen, mit welchen Instrumenten die Hochschulen dies machen und wie die regionale Wirtschaft dabei gefördert wird. Insbesondere soll auf die unterschiedlichen Rollen von Universitäten und Fachhochschulen eingegangen werden. Darüber hinaus sollen Ergebnisse zur Effektivität der Hochschulen bei der Unterstützung der regionalen Wirtschaft kritisch bewertet werden und ein Gesamtbild hinsichtlich der Erkenntnisse gezeichnet werden. Im Kern steht dabei die Auswertung und Bewertung existierender Studien, sowohl qualitativer als auch quantitativer Natur.

Studienschwerpunkte/Fachkenntnisse:
Grundlagen der VWL und der Statistik


Softwarekenntnisse, Sprachkenntnisse:
Word, Excel, Englisch


Projekt 14

Deutsche Bank AG
"Entscheidungsdeterminanten bei der Unternehmensnachfolge"

Projektbeschreibung und Ziele:

Bei vielen mittelständischen Unternehmen steht in den kommenden Jahren die Unternehmensnachfolge an. Im Rahmen des Projektes soll nun die Analyse und Darstellung der Erwartungshaltung von mittelständischen Unternehmern an eine Bank im Rahmen des Unternehmensnachfolgeprozesses verfolgt werden. Dabei sollen sowohl Qualitäts- wie auch Quantitätskriterien in Erfahrung gebracht werden. Insbesondere die Analyse der Entscheidungsdeterminanten des Unternehmers / Geschäftsführers zur Beauftragung bzw. Einbindung der Bank in den Unternehmensnachfolge-Prozess gilt es zu verfolgen.

Ziele des Projektes sind neben den bereits skizzierten Entscheidungsdeterminanten des Unternehmers / Geschäftsführers die Darstellung der Detailtiefe: In wie weit muss sich eine Bank in den Unternehmensnachfolgeprozess einbringen und welches Know-how sollte zur Verfügung gestellt werden.

Studienschwerpunkte/Fachkenntnisse:
Bachelorstudierende im fortgeschrittenen Semester Wirtschaftswissenschaft

Softwarekenntnisse, Sprachkenntnisse:
MS Office, Deutsch / Englisch

Sonstiges:
Kommunikationsbereitschaft


Projekt 15

RUFIS (Ruhr-Forschungsinstitut für Innovations- und Strukturpolitik e.V.)
"E-Commerce und seine Auswirkungen auf die Stadtentwicklung und die lokale Wirtschaft - Eine Untersuchung am Beispiel der Stadt Dorsten"

Projektbeschreibung und Ziele:

• Wie wird E-commerce vom lokalen Handel in Dorsten genutzt, wie stellen sich die unterschiedlichen Vertriebswege dar?
• Welche positiven und negativen Effekte auf den lokalen Handel und die
Standortqualität der Dorstener Zentren verbinden sich mit E-commerce?
• Löst E-commerce urbanen/regionalen/sektoralen Strukturwandel aus?

Studienschwerpunkte/Fachkenntnisse:
VWL, Mikro, Marketing/Vertrieb, E-Commerce