Prof. Riedel wirbt DFG-Projekt erfolgreich ein

07.11.2014

Frau Prof. Riedel wirbt DFG-Projekt "Lokale öffentliche Güter: Empirische Evidenz zum Effekt auf räumliche Firmenaktivität und zur ökonomischen Inzidenz" erfolgreich ein.

Firmen und Kapital sind heute so mobil wie nie zuvor. Kommunen, Länder und Nationalstaaten stehen im Wettbewerb um die mobilen Investitionen und versuchen nicht selten über fiskalpolitische Maßnahmen Firmen und Kapital anzulocken (oder deren Abwanderung zu verhindern). Aber wie wirken fiskalpolitische Instrumente auf Firmenentscheidungen? Während Effekte einer attraktiven Ausgestaltung des Unternehmenssteuersystems auf Firmenansiedelung und -investitionen in der akademischen Literatur detailliert untersucht wurden, fehlen überzeugende Studien zum Einfluss von öffentlichen Gütern und Dienstleistungen (ÖGD). Ziel des DFG-Projektes ist es, diese Lücke zu schließen. Hierzu werden detaillierte Informationen zu ÖGD in deutschen Gemeinden (u.a. zu öffentlich finanzierter Infrastruktur, Bildung sowie Erholungs- und Kultureinrichtungen) mit Firmendaten verbunden. In einem ersten Schritt wird der Effekt von ÖGD auf Unternehmensansiedelungen und –investitionen empirisch bestimmt, auch unter Berücksichtigung räumlicher Effekte auf Nachbargemeinden. In einem zweiten Schritt wird untersucht, ob sich Gemeinden interjurisdiktionalem Wettbewerb entziehen können, indem sie ihre ÖGD-Bereitstellung von anderen Gemeinden differenzieren. Der Datensatz ermöglicht es zudem zu untersuchen, wer in welchem Ausmaß ökonomisch von der Bereitstellung von ÖGD profitiert. Hierfür wird auf Basis von Firmen-, Arbeitnehmer- und Hauspreisdaten der kausale Effekt von ÖGD auf Löhne, Hauspreise und Firmenprofitabilität empirisch geschätzt.

Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaft gratuliert Prof. Dr. Nadine Riedel ganz herzlich.