Verabschiedung von Herrn Prof. Dr. Dirrigl

28.07.2015

Am 22. Juli wurde Herr Prof. Dr. Hans Dirrigl mit einer Feier im Kreise der Kolleginnen und Kollegen verabschiedet.

Geboren in einer kleinen Gemeinde in der Oberpfalz, nahm er 1971 das Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Regensburg auf. In seiner mit „sehr gut“ beurteilten Diplomarbeit beschäftigte er sich schon mit einem Thema aus dem Bereich der Steuern, dem Gebiet, mit dem er sich auch in der Folge in zahlreichen Publikationen auseinandersetzte. In seinen letzten Studienjahren arbeitete „unter ihm“ – da einige Stockwerke tiefer – im Übrigen Josef Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI. Herr Dirrigl folgte dann als wiss. Angestellter Prof. Franz W. Wagner nach Hohenheim und Tübingen, wo er promoviert bzw. habilitiert wurde – in beiden Fällen zu steuerlichen Fragestellungen. Mit seinem „Doktor- und Habilvater“ verbindet ihn noch heute eine intensive Freundschaft. 1992 folgte er einem Ruf an die Ruhr-Universität, der er – trotz eines „Abwerbeversuchs“ aus Tübingen – 23 Jahre treu blieb. Auf seine Anregung wurde die Denomination seines Lehrstuhls in „Controlling“ geändert, was für die damalige Blickrichtung auf das Fach selten war, denn meist wurde das Controlling als Annex anderer betriebswirtschaftlicher Spezialisierungen (Rechnungswesen, Finanzierung, Produktion usw.) aufgefasst. Nicht zuletzt seinem Wirken ist es zu verdanken, dass dem Fachgebiet einer immer stärker eigenständigen Rolle beigemessen wurde.

Neben der intensiven Lektüre nicht nur von Fachbüchern, sondern auch von Großteilen des deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenmarktes ist Herr Dirrigl ein begeisterter (Berg-)Wanderer – ein Hobby, dem er in Zukunft mehr Zeit widmen kann und will. Dabei braucht man all‘ die Eigenschaften, die den Oberpfälzer auch in seinem Wirken an der Ruhr-Universität auszeichneten: Kondition, Kontinuität, klarer Kurs, Beharrlichkeit. Die Kolleginnen und Kollegen danken Herrn Prof. Dirrigl – auch im Namen aller aktuell Studierenden und Ehemaligen – für sein langjähriges Engagement in der Fakultät, insbesondere seine Zeit als Dekan und Sprecher des betriebswirtschaftlichen Kreises. Wir hoffen, dass die Verbindung zur Ruhr-Universität bestehen bleibt, denn vor allem bei Diskussions- und Vortragsveranstaltungen würden wir nur ungern auf das belebende Element des meinungsstarken Bayern verzichten.