Studenten der Ruhr-Universität Bochum beraten Unternehmen

13.01.2017

Angehende Wirtschaftswissenschaftler RUB machen spezielle Projekte. Sie kümmern sich um Digitalisierung und ein geändertes Firmen-Management.

Wissenschaft Und Praxis
Wissenschaft und Praxis (v.l.): Dr. Nicola Werbek (Projektkoordinatorin), Felix Lewandowski, Werner Fuhrmann (Wirtschaftsförderung), Julia Drekshagen, Christian Zelsen (Wirtschaftsförderung), Torben Prokop und Henrik Kruse.
© Dietmar Wäsche


Die Sparkasse wird künftig noch mehr auf ihren Facebook-Auftritt achten und sich vielleicht auch mehr um den Online-Dienst Instagram kümmern. Die Wirtschaftsförderung wird Jung-Unternehmern noch eindringlicher darauf hinweisen, dass IT-Sicherheit wichtig ist. Die Entscheider bei der Sparkasse und der Wirtschaftsförderung wären wohl auch selber darauf gekommen, sich darum zu kümmern. Darauf hingewiesen wurden sie jetzt aber von angehenden Wirtschaftswissenschaftlern der Ruhr-Uni. Grau ist alle Theorie, entscheidend ist . . . in der Praxis.
Das bestätigt erneut ein noch recht neues Lehrkonzept der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. Dort gab es nun zum erst dritten Mal Projektpraktika: Projekte in Wissenschaft und Praxis. Studierende bearbeiten dabei jeweils eine von Unternehmensvertretern vorgegebene Themenstellung.

Diesmal unter dem Oberthema: „Digitalisierung und Chance Management.“ Nutzen daraus, das hatten bereits die vergangenen Projektphasen bestätigt, gewinnen alle Beteiligten. Die Unternehmen bekommen wichtige Hinweise und Ideen, knüpfen Kontakte. Die Studierenden arbeiten praktisch, knüpfen wichtige Kontakte.
17 Projekte gab es diesmal. Jeweils Gruppen von drei bis sechs Studierende kümmerten sich acht Wochen um eine konkrete Fragestellung eines Unternehmens. Mit Felix Lewandowski, Julia Drekshagen, Torben Prokop und Henrik Kruse beschäftigten sich zum Beispiel vier Studierende mit der Bedeutung der IT-Sicherheit für Existenzgründer und Unternehmen. Ihr Ergebnis überraschte die Vertreter der Wirtschaftsförderung durchaus.

„Wir wissen jetzt“, sagte Werner Fuhrmann, Bereichsleiter Gründung und Wachstum bei der Wirtschaftsförderung, „dass wir Jung-Unternehmer noch früher und eindringlicher darauf hinweisen müssen, dass sie sich um IT-Sicherheit kümmern. Bei ganz kleinen Unternehmern werden Ideen geklaut. Der geneigte Gründer weiß, dass seine Ideen im Internet gestohlen werden können, reagiert aber nicht entsprechend. Es ist einfacher, IT-Sicherheit sofort mitzudenken.“

Der Sparkasse bei der Positionierung einer attraktiven Arbeitgebermarke weitergeholfen haben Lisa Schärling, Julian Holländer, Sven Werenbeck-Ueding und Stefan Holzapfel. Die vier stellten allerdings auch fest, sagte Holländer, „dass die Sparkasse mehr Möglichkeiten für Wirtschaftswissenschaftsstudenten bietet, als man denkt“. Auf der anderen Seite gab es viele Anregungen für Personalreferentin Katja Behler und Personalentwicklerin Sandra Rüttgers, die für die Studierenden die Ansprechpartner bei der Sparkasse waren. „Es kann helfen, die Angebote für künftige Arbeitnehmer effizienter aufzustellen. Wir denken nun darüber nach, unsere Homepage umzugestalten und den Facebook-Auftritt zu trennen zwischen Karriere- und Kundenportal.“

Zum Artikel der WAZ geht es hier.