Big Data für die Universitätsallianz

10.01.2020

Der renommierte Ökonom Prof. Dr. Thomas Bauer erhält eine standortübergreifende Professur in der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) für „Digitale Daten in der sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Forschung“. Das Mercator Research Center Ruhr (Mercur) fördert die Professur mit rund 900.000 Euro für eine Laufzeit von vier Jahren.

Das große Potenzial digitaler Daten soll in einem neuen Projekt erschlossen werden.

Die neue UA-Ruhr-Professur wird an den wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und der Universität Duisburg-Essen (UDE) sowie an der Fakultät Statistik der Technischen Universität (TU) Dortmund eingerichtet. Ziel des Projektes ist es zum einen, statistische Analysemethoden weiterzuentwickeln, um besonders umfangreiche digitale Datenmengen qualitativ besser auszuwerten. Zum anderen soll ein Netzwerk von Wissenschaftlern der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlern gebildet werden, die an der Verwendung von Big Data beziehungsweise neuen Methoden zur Auswertung derartiger Daten interessiert sind.

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Thomas Bauer bringt mit seinem Projekt die Vernetzung in der Universitätsallianz voran.
© RUB, Marquard


Wertvolle und komplexe Daten

Digitale Daten bergen ein erhebliches Potenzial, um wirtschafts- und sozialpolitisch drängende Fragen zu beantworten – sie sind wertvoll, um wirtschaftliche und soziale Entwicklungen und Phänomene zu beschreiben oder vorherzusagen, beispielsweise welche Effekte staatliche Infrastrukturmaßnahmen auf die regionale Entwicklung haben. Das Problem: Digitale Daten sind in ihrer Struktur häufig sehr komplex. Daher erfordert sowohl die Aufbereitung dieser Daten als auch deren statistische Analyse neue Methoden.

„Die Arbeit mit diesen Daten ist ein sehr junges und dynamisches Forschungsgebiet“, erläutert Thomas Bauer. „Aufgrund der exzellenten Vernetzung und der fachübergreifenden Zusammenarbeit bietet die Universitätsallianz dafür ein hervorragendes Umfeld.“ Die aufbereiteten Daten, Algorithmen und Programmcodes, die in dem gemeinsamen Projekt entstehen, sollen längerfristig allen interessierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zur Verfügung gestellt werden.

Zur Meldung der RUB geht es hier.