C(I)RC Corporate (Ir-)Responsibility and its Consequences in a Globalised World

05.03.2015

Am 20. und 21. Februar 2015 fand an der Ruhr Universität Bochum der erste C(I)RC Workshop („Corporate (Ir-) responsibility and its Consequences in a globalised world) statt.

(Un-)verantwortliches unternehmerisches Verhalten und daraus resultierende Konsequenzen in einer globalisierten Welt

Multinationale Konzerne verfügen in unserer globalisierten Welt über immer mehr Macht. Typischerweise kontrollieren sie substantielle Ressourcen und haben gleichzeitig die Freiheit, sich die legalen Rahmenbedingungen auszusuchen, unter denen sie agieren möchten. In vielen Fällen geht das Geschäftsverhalten dieser großen Konzerne mit negativen Konsequenzen für die Umwelt, lokale Bevölkerung, politische Stabilität, und soziale Entwicklung einher. Traditionelle Regulationsmechanismen greifen zudem häufig nicht, weil die Aktivitäten der multinationalen Konzerne Ländergrenzen überschreiten und oft schwierig zurückzuverfolgen sind. Im Gegensatz hierzu nutzen viele große Konzerne ihre Macht in einem positiven Sinn und engagieren sich für die Durchsetzung von Menschenrechten, stellen wichtige öffentliche Güter bereit, oder unterstützen philanthropische Maßnahmen.

Am 20. und 21. Februar 2015 fand an der Ruhr Universität Bochum der erste C(I)RC Workshop („Corporate (Ir-) responsibility and its Consequences in a globalised world) statt. Dieser internationale und interdisziplinäre Workshop brachte Teilnehmer aus vielen Ländern (Deutschland, Niederlande, Belgien, Frankreich, Italien, England, Schweiz, Griechenland, Afghanistan, China, Nigeria, und Argentinien) und Fachdisziplinen (Wirtschaftswissenschaftler, Juristen, Politikwissenschaftler, Soziologen, und Philosophen) zusammen, die gemeinsam über zentrale Fragen zu (un-)verantwortlichem unternehmerischen Handeln diskutierten.

In dem zweitägigen Format stellten die Teilnehmer ihre aktuellen Forschungsergebnisse zu dem Thema vor und diskutierten diese mit der Gruppe der anwesenden Wissenschaftler. Abgeschlossen wurde der Workshop durch eine Podiumsdiskussion am zweiten Veranstaltungstag, an der die beiden Keynote-Speaker Prof. Valérie Swaen (Université Catholique de Louvain, Belgien) und Prof. Diana M. Weinhold (London School of Economics and Political Science, UK), sowie der Forschungsdekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der RUB, Prof. Michael Roos als Redner teilnahmen. Organisiert wurde die Konferenz von den beiden RUB-Nachwuchswissenschaftlerinnen Jun-Prof. Dr. Maren M. Michaelsen und Dr. Laura Marie Schons.

Das innovative interdisziplinäre Format wurde von den Teilnehmern als sehr inspirierend und gewinnbringend gelobt. Als wichtiger Konsens der Diskussionen lässt sich festhalten, dass es bei komplexen Problemen in globalisierten Märkten oft nicht ausreicht, isolierte Lösungsversuche einzelner Teilprobleme in individuellen Disziplinen zu suchen. Vielmehr bedarf es einer ganzheitlichen Perspektive auf aktuelle Probleme und daraus resultierend eines intensiven wissenschaftlichen Austausches über die Grenzen der einzelnen Fachdisziplinen hinweg.


Teilnehmergruppe
Podiumsdiskussion